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Neubau einer Kindertagesstätte in Ahaus-Alstätte

Bauherr:

Stadt Ahaus


Projektdaten:

Fertigstellung: voraussichtlich 202

BGF A: 740 m²

BRI A: 5.400 m²

BGF A+B: 1.000 m²

BRI A+B: 7.200 m²

NF: 1.300 m²

LP: voraussichtlich 01-04


Gebäudeform:

Die Kindertagesstätte Wilde Wiese in Ahaus-Alstätte umfasst insgesamt 6 Gruppen und ist somit eine der größten Einrichtungen im Ahauser Stadtgebiet.

Aus den Überlegungen auch für solch eine große KiTa ein maßstäbliches und vor allem für die Kinder angemessenes Gebäude zu entwerfen, entstand der Gedanke, ein Gebäude mit runder Grundform zu entwickeln.

Diese runde Form unterstützt unseren Gedanken, ein möglichst effizientes Gebäude mit kurzen Wegeführungen, sowie besseren Raumnutzungen gestalten zu können.

Darüber hinaus ermöglicht der Kreis ohne jegliche Gebäudeecken eine bessere Ausrichtung des Gebäudes und somit eine optimierte Orientierung der Gruppenräume in die Himmelsrichtungen.


Grundriss und Erschließung:

Der Grundriss, sowohl im EG als auch im OG, teilt sich in drei Bereiche, welche kreisförmig angeordnet sind und unterschiedliche Tiefen aufweisen, um so den verschiedenen Raumbedarfen der KiTa gerecht zu werden

So gibt es einen kleineren, inneren Ring, der sich zum Innenhof orientiert und in dem vor allem die Nebenräume der KiTa untergebracht sind.

Darüber hinaus gibt es einen äußeren Ring, welcher sich an die Fassade anschließt und den größeren Räumen, wie Gruppenräume oder Speiseräume Platz gibt.

Die beiden an der Fassade liegenden „Ringe“ werden durch den mittig angeordneten, großzügigen Spielflur miteinander verbunden.

Dieser erstreckt sich kreisförmig durch das gesamte Gebäude, verbindet sämtliche Räume miteinander und bietet möglichst kurze Wegeführungen.

Der auskragende Laubengang dient weiter einer guten Zuwegung, vor allem zur Erschließung der Außenflächen auch für die im Obergeschoss gelegenen Gruppenräume und trägt gleichzeitig dem Brandschutz Rechnung.

Durch diese Aspekte wird eine angebrachte Maßstäblichkeit für die jungen Nutzer des Gebäudes geschaffen.


Nachhaltigkeit:

Das Gebäude der KiTa soll als Holzkonstruktion realisiert und überwiegend aus vorgefertigten Elementen erstellt werden.

Dadurch wird eine präzise und schnelle Erstellung der Tragkonstruktion möglich, welche einem regelmäßigem, radial angeordneten Achssystem folgt.

So werden überwiegend natürliche, regionale und darüber hinaus weitestgehend erneuerbare Baustoffe verwendet.

Diese natürlichen Baustoffe aus Holz werden konstruktiv wie gestalterisch, sowohl innen, als auch außen genutzt und sorgen im Innenraum für warme und behagliche Oberflächen.

Die Tageslichtausnutzung wird durch helle innere Oberflächen und große Öffnungen in der Fassade maximiert. Die Fensterflächen schaffen ein gute Tageslichtausnutzung und einen Bezug vom Innen- zum Außenraum.

Gleichzeitig dient der in unterschiedlicher Tiefe auskragende Laubengang dem sommerlichen Wärmeschutz und der Verschattung der Räume, ohne dass der zusätzliche konstruktive Sonnenschutz zur Regulierung des Wärmeeintrages dauerhaft genutzt werden muss.

Diese Auskragung wird, durch die Verschiebung der Kreise zueinander, zum Garten hin breiter, sodass ein höheres Maß an Verschattung im Süden ermöglicht werden kann.

Darüber hinaus verleiht das Vordach dem kompakten Baukörper Leichtigkeit, Struktur und Tiefe und hilft die Formen- und Materialsprache in Einklang bringen.


Planmaterial: Weitkamp + Partner